Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich

Der „Bundesländerübergreifende BildungsRahmenPlan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich“ wurde vom wissenschaftlichen Team des Charlotte Bühler Instituts im Auftrag der Landesregierungen und im Einvernehmen mit den Expertinnen und Experten der Bundesländer erarbeitet. Das BMUKK war durch die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und eine Steuergruppe in den Prozess eingebunden. Der BildungsRahmenPlan ist bewusst offen angelegt und bietet eine Ausgangsbasis für bundesländerspezifische Anteile, Weiterentwicklungen und Schwerpunkte der elementaren Bildung. Der Begriff „elementare Bildungseinrichtungen“ umfasst alle institutionellen Formen der Bildung und Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt.
Es werden in komprimierter Form die Grundlagen elementarer Bildungsprozesse definiert. Schwerpunkte liegen in der Skizzierung eines Bildes vom Kind als kompetentem Individuum, das als Ko-Konstrukteur seiner Entwicklung handelt; weiters in der Formulierung von Prinzipien, die handlungsleitend für elementare Bildungsprozesse sind, sowie in den theoretischen Ausführungen zu Bildung und Kompetenzerwerb, zu Transitionen und zu pädagogischer Qualität. Die sechs Bildungsbereiche skizzieren im Sinne von Leitgedanken einen Bezugsrahmen für die pädagogische Praxis. Die praktische Umsetzung des Bildungsauftrages liegt in der Verantwortung der fachlich qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen. Ihre Arbeit muss durch qualitätsvolle Rahmenbedingungen unterstützt werden.
Durch diesen BildungsRahmenPlan werden der Grundsatz des lebenslangen Lernens und die Bedeutung der Kontinuität des Bildungsverlaufs im österreichischen Bildungskanon unterstrichen. Ziel ist es, durch eine Übereinstimmung hinsichtlich Bildungsverständnis und didaktischer Ansätze im Elementarbereich sowie im Volksschulbereich die Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen zu erreichen. Auch wenn der Fokus frühkindlicher Bildung auf der Entwicklung von Kompetenzen liegt, stellt das kindliche Spiel weiterhin die wichtigste Form des selbstbestimmten, lustbetonten Lernens in elementaren Bildungseinrichtungen dar.
Der BildungsRahmenPlan ist ein Bekenntnis der Landesregierungen aller Bundesländer zum Bildungsauftrag der elementaren Bildungseinrichtungen und deren Stellenwert für die Bildungslaufbahn der Kinder.

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